Atemwegsmanagement
Von den Grundlagen bis zum schwierigen Atemweg — alles, was du als NotSan wissen musst.
Modul 1: Grundlagen
Anatomie, einfache Techniken, Absaugung
Modul 2: Extraglottische Atemwege
Larynxtubus, Larynxmaske, I-Gel
Modul 3: Kapnographie
CO2-Monitoring und Kurveninterpretation
Modul 4: Beatmung
BVM, Medumat, NIV/CPAP, DOPES
Modul 5: Schwieriger Atemweg
LEMON, CICO, Koniotomie
Abschlussquiz
20 Fragen — teste dein Wissen!
Anatomie & Physiologie der Atemwege
Das Fundament jeder Atemwegssicherung
🧬 Obere Atemwege
- Nase & Nasopharynx: Erwärmung, Befeuchtung, Filterung der Atemluft
- Oropharynx (Mundraum): Häufigste Stelle der Atemwegsverlegung — Zungengrund!
- Larynx (Kehlkopf): Stimmbänder, Epiglottis — Schutz vor Aspiration
🧬 Untere Atemwege
- Trachea: ca. 10-12 cm lang, 16-20 C-förmige Knorpelspangen
- Bifurkation: Aufzweigung in linken und rechten Hauptbronchus
- Bronchialbaum: Weitere Verzweigungen bis zu den Alveolen
- Alveolen: ca. 300 Mio. — Gasaustauschfläche ca. 100 m²
Der Zungengrund ist die häufigste Ursache einer Atemwegsverlegung beim bewusstlosen Patienten. Er fällt durch den Verlust des Muskeltonus nach hinten und verschliesst den Pharynx.
⚡ Pathophysiologie
Mechanische Verlegung:
- Zurückfallen des Zungengrunds
- Fremdkörper (Nahrung, Erbrochenes)
- Blutungen, Sekrete
- Trauma (Frakturen)
Schwellung/Ödem:
- Anaphylaxie — Angioödem
- Inhalationstrauma
- Infektionen (Epiglottitis, Abszess)
- Postoperativ
Einfache Atemwegstechniken
Erste Maßnahmen bei Atemwegsverlegung
🤚 Reklination mit Kinnanhebung
Kontraindikation: Verdacht auf HWS-Trauma → nur Esmarch-Handgriff!
✋ Esmarch-Handgriff
Vorteil: Anwendbar auch bei V.a. HWS-Trauma mit Inline-Stabilisierung!
🟢 Güdel-Tubus (OPA)
- Oropharyngealer Atemweg
- Nur bei bewusstlosen Patienten (kein Würgereflex!)
- Einführung: Mit Spitze zum Gaumen, dann 180° drehen
- Hält Zungengrund von der Rachenhinterwand fern
🟡 Wendl-Tubus (NPA)
- Nasopharyngealer Atemweg
- Auch bei eingeschränkt bewussten Patienten möglich
- Mit Gleitmittel in ein Nasenloch einführen
- Sicherheitspin verhindert Abrutschen
Güdel-Tubus: Mundwinkel → Ohrläppchen (am Gesicht anlegen und messen!)
Wendl-Tubus: Nasenspitze → Ohrläppchen — Durchmesser ca. wie kleiner Finger des Patienten
Absaugtechniken
Freimachen und Freihalten der Atemwege
🧹 Equipment
Absaugpumpe:
- Elektrisch (Akkubetrieb auf RTW)
- Sog: mind. -300 mmHg / 40 kPa
- Manüll (Notfall-Backup)
Absaugkatheter:
- Starrer Yankauer-Katheter (Oropharynx)
- Flexibler Katheter (tiefer, durch Tuben)
- Größe: Charriere (Ch) = Aussendurchmesser
🔧 Durchführung
- Zu langes Absaugen → Hypoxie!
- Vagale Stimulation → Bradykardie möglich
- Schleimhautverletzungen durch zu aggressives Vorgehen
- Nicht-funktionsfähiges Equipment — immer vorab prüfen!
Fremdkörperverlegung
Vom Heimlich-Handgriff bis zur Magillzange
🔴 Erkennung
Milde Verlegung:
- Patient kann noch husten
- Sprechen möglich
- Zum Husten ermutigen!
Schwere Verlegung:
- Kein effektiver Husten möglich
- Zunehmende Atemnot, Zyanose
- Universelles Erstickungszeichen
🛠️ Maßnahmen bei schwerer Verlegung
🔬 Erweiterte Maßnahmen (NotSan)
- Laryngoskopie: Direktes Einsehen des Rachenraums unter Sicht
- Magillzange: Gezielte Extraktion sichtbarer Fremdkörper unter laryngoskopischer Sicht
- Absaugung von flüssigem Material
- Bei Misserfolg: Extraglottischen Atemweg erwägen
Die Atemwegssicherung ist immer A vor B! Erst den Atemweg sichern (A = Airway), dann die Beatmung optimieren (B = Breathing). Ohne offenen Atemweg ist keine Beatmung möglich!
Grundlagen: Das Wichtigste
✅ Kernaussagen
- Zungengrund = häufigste Ursache der Atemwegsverlegung beim Bewusstlosen
- Reklination ist Standardtechnik, Esmarch bei HWS-Trauma
- Güdel nur bei Bewusstlosen, Wendl auch bei eingeschränkt Bewussten
- Absaugung: Max. 10-15 Sek., ohne Sog einführen, mit Sog zurückziehen
- Fremdkörper: 5 Schläge / 5 Kompressionen alternieren
- Magillzange nur unter Sicht verwenden!
🟢 Güdel: Mundwinkel → Ohrläppchen
🟡 Wendl: Nasenspitze → Ohrläppchen
🔴 A vor B: Atemweg sichern VOR Beatmung!
Extraglottische Atemwegssicherung
Supraglottische Alternativen zur endotrachealen Intubation
❓ Wann extraglottisch?
Indikationen:
- Reanimation (CPR)
- Bewusstloser Patient ohne Schutzreflexe
- Fehlgeschlagene Intubation
- NotSan-Kompetenz (SAA/BPR)
- Schwieriger Atemweg als Rückfallebene
Kontraindikationen:
- Erhaltene Schutzreflexe (Würgereiz)
- Verätzungen im Oropharynx
- Bekannte Ösophaguspathologie (rel.)
- Atemwegsobstruktion unterhalb Larynx
Extraglottische Atemwege liegen oberhalb der Stimmritze (supraglottisch) und bieten keinen sicheren Aspirationsschutz — im Gegensatz zum Endotrachealtubus.
Systeme im Vergleich
Larynxtubus, Larynxmaske und I-Gel
| Kriterium | Larynxtubus (LT) | Larynxmaske (LMA) | I-Gel |
|---|---|---|---|
| Cuff | 2 Cuffs (pharyngeal + oesophageal) | 1 Cuff (perilaryngeal) | Kein Cuff (thermoplastisch) |
| Aspirationsschutz | Bedingt (oesophagealer Cuff) | Gering | Gering |
| Drainagekanal | Ja (Magenentlastung) | Ja (2. Generation) | Ja |
| Platzierung | Blind, einfach | Blind, etwas Übung | Blind, sehr einfach |
| Max. Beatmungsdruck | ca. 20-30 cmH2O | ca. 20-30 cmH2O | ca. 20-30 cmH2O |
| Größenauswahl | Nach Körpergröße | Nach Körpergewicht | Nach Körpergewicht |
Größe 3: 30-60 kg | Größe 4: 50-90 kg | Größe 5: >90 kg
I-Gel = kein Cuff = kein Blocken nötig = schnellste Platzierung!
Einführungstechniken
Korrekte Platzierung und Cuff-Management
🦾 Larynxtubus — Einführung
🦾 I-Gel — Einführung
- Immer Cuff-Druckmesser verwenden wenn vorhanden!
- Ziel-Cuffdruck: max. 60 cmH2O
- Zu hoher Druck → Schleimhautischämie, Nekrose
- Zu niedriger Druck → Leckage, kein Aspirationsschutz
Lagekontrolle & Zusammenfassung
✅ Lagekontrolle — 3 Säulen
Vorteile: Einfach, schnell, blind platzierbar, hohe Erfolgsrate
Nachteile: Kein sicherer Aspirationsschutz, begrenzte Beatmungsdrücke
Goldstandard Lagekontrolle: Kapnographie!
Kapnographie — Grundlagen
CO2 als Fenster zum Stoffwechsel
🧪 CO2-Transport und Elimination
- CO2 entsteht als Stoffwechselendprodukt in den Zellen
- Transport im Blut: 70% als Bicarbonat, 23% an Hämoglobin gebunden, 7% physikalisch gelöst
- Abatmung über die Alveolen — abhängig von Ventilation und Perfusion
- etCO2 (endtidales CO2) = CO2-Konzentration am Ende der Ausatmung
📊 Sidestream
- Gasprobenentnahme über dünnen Schlauch
- Messung im Gerät (abseits des Atemwegs)
- Leichte Verzögerung (~2 Sek.)
- Auch bei Spontanatmung (Nasenbrille mit CO2-Abnahme)
📊 Mainstream
- Sensor direkt im Atemstrom
- Schnelle Messung, kein Probengas
- Schwerer Sensor am Tubus
- Typisch bei maschineller Beatmung
etCO2: 35-45 mmHg (4,7-6,0 kPa) | Atemfrequenz: 12-20/min beim Erwachsenen
Kapnographie-Kurven
Kurvenformen erkennen und interpretieren
📈 Normale Kapnographie-Kurve
Die normale CO2-Kurve hat 4 Phasen:
- Phase I (Inspiration): Baseline bei 0 mmHg (frische Luft)
- Phase II (Beginn Exspiration): Steiler Anstieg — Totraumluft mischt sich mit Alveolarluft
- Phase III (Plateau): Alveolarplateau — am Ende der etCO2-Wert
- Phase IV (Inspiration): Steiler Abfall zurück zur Baseline
⚠️ Pathologische Kurvenformen
| Kurvenform | Bedeutung | Ursache |
|---|---|---|
| Anstieg des etCO2 | Hypoventilation oder Hypermetabolismus | Zu niedrige AF, Fieber, maligne Hyperthermie |
| Abfall des etCO2 | Hyperventilation oder Kreislaufproblem | Zu hohe AF, Hypothermie, Lungenembolie, Schock |
| Kein CO2 nachweisbar | Kein Gasaustausch / oesophageale Lage | Fehlintubation, Tubusdiskonnektion, Kreislaufstillstand |
| Haiflossen-Form | Obstruktion der Atemwege | Bronchospasmus (Asthma, COPD), Sekretverlegung |
| Wellenförmig schwankend | Spontanatmungsversuche | Patient atmet gegen das Gerät |
Kapnographie — Klinische Anwendung
Einsatzbereiche im Rettungsdienst
- Qualitätskontrolle der Thoraxkompressionen: etCO2 >10 mmHg = gute Kompressionen
- ROSC-Erkennung: Plötzlicher, deutlicher Anstieg des etCO2 (>35-40 mmHg)
- Prognose: etCO2 dauerhaft <10 mmHg nach 20 Min. = schlechte Prognose
- CO2-Nachweis = Tubus/Atemweg liegt in der Trachea
- Kein CO2 nach 6 Beatmungen = oesophageale Fehllage!
- Goldstandard zur Lagekontrolle (S3-Leitlinie)
- Auch als kontinuierliches Monitoring während Transport
- Typische Haiflossenform durch verlangsamte Exspiration (Air Trapping)
- Anstieg des etCO2 bei Erschöpfung = Warnzeichen!
- Therapiekontrolle: Besserung der Kurvenform nach Bronchodilatation
- Normalisierung der Form = positives Therapieansprechen
- Hyperventilation: etCO2 <35 mmHg, erhöhte AF → CO2-Abfall
- Hypoventilation: etCO2 >45 mmHg, erniedrigte AF → CO2-Anstieg
- Wichtig bei Beatmung: Frequenz und Tidalvolumen anpassen!
- Bei SHT: etCO2-Zielwert 35-40 mmHg (leichte Normoventilation)
Kapnographie: Das Wichtigste
✅ Kernaussagen
- etCO2 Normwert: 35-45 mmHg
- Goldstandard zur Lagekontrolle aller Atemwege
- Bei CPR: Qualitätskontrolle (>10 mmHg) und ROSC-Erkennung
- Haiflossenform = Bronchospasmus (COPD/Asthma)
- Kein CO2 = Fehllage, Diskonnektion oder Kreislaufstillstand
- Sidestream auch bei Spontanatmung einsetzbar
CO2 da? → Atemweg korrekt platziert
CO2 hoch? → Hypoventilation oder Stoffwechsel erhöt
CO2 niedrig? → Hyperventilation, Kreislaufproblem, Hypothermie
CO2 weg? → SOFORT: Diskonnektion? Fehllage? Herz-Kreislauf-Stillstand?
Beutel-Masken-Beatmung (BVM)
Die Basistechnik der Beatmung
✋ Der C-E-Griff
Die wichtigste Technik für die Maskenbeatmung:
- C: Daumen und Zeigefinger umfassen die Maske (bilden ein C)
- E: Die übrigen 3 Finger greifen am Unterkiefer (bilden ein E)
- Maske muss dicht auf dem Gesicht aufliegen
- Gleichzeitig den Kiefer nach vorne ziehen (Esmarch-Effekt)
Tidalvolumen: 6-7 ml/kg KG (ca. 500 ml)
Frequenz: 10-12/min
Inspirationszeit: ca. 1 Sekunde
O2-Zufuhr: 15 l/min mit Reservoir = nahe 100% FiO2
- Zu hohes Tidalvolumen → Mageninsufflation!
- Zu schnelle Beatmung → Hyperventilation
- Undichte Maske → Leckage, ineffektive Beatmung
- Kein Reservoir angeschlossen → nur 21% O2!
🤝 2-Helfer-Technik
Bevorzugt! Ein Helfer hält die Maske mit beiden Händen (doppelter C-E-Griff), der zweite drückt den Beutel. Deutlich bessere Dichtigkeit und Tidalvolumen!
Medumat Standard 2 & NIV
Maschinelle Beatmung im Rettungsdienst
⚙️ Medumat Standard 2
- Kompaktes Notfall-Beatmungsgerät von Weinmann
- Modi: IPPV (kontrolliert), SIMV, CPAP, BiLevel
- Integrierte Kapnographie und SpO2-Monitoring
- Einstellbare Parameter: VT, AF, PEEP, FiO2, I:E-Verhältnis
- Alarmgrenzen für Druck, Volumen, Frequenz
- Automatische Leckagekompensation
🌬️ NIV / CPAP Grundlagen
- NIV = Nichtinvasive Beatmung über dicht sitzende Maske
- CPAP = Continuous Positive Airway Pressure (kontinuierlicher Überdruck)
- Hauptindikation: Akutes Lungenödem, kardiale Dekompensation, COPD-Exazerbation
- Verbessert Oxygenierung und reduziert Atemarbeit
- Patient muss kooperativ und wach sein!
- Startdruck: PEEP 5-10 cmH2O, Druckunterstützung 5-15 cmH2O
- Bewusstlosigkeit / fehlende Schutzreflexe
- Aktives Erbrechen / Aspirationsgefahr
- Gesichtsverletzungen (keine Maskendichtigkeit)
- Schwerer Schock, Atemstillstand
Kontrollierte Beatmung & DOPES
Beatmung bei Narkose und Problemerkennung
📊 Kontrollierte Beatmung bei Narkose
- Patient ist relaxiert/narkotisiert → keine eigene Atemarbeit
- Vollständig kontrolliert: VT 6-8 ml/kg, AF 12-16/min
- PEEP: 5-8 cmH2O (verhindert Atelektasen)
- FiO2: Nach Bedarf (SpO2-gesteürrt), Start mit 100%
- etCO2-Monitoring obligat! Ziel: 35-45 mmHg
- Beatmungsspitzendruck: <30 cmH2O
D = Dislokation — Tubus verrutscht? Zu tief? Herausgerutscht?
O = Obstruktion — Tubus abgeknickt? Sekret? Fremdkörper?
P = Pneumothorax — Spannungspneumothorax? Seitenvergleich!
E = Equipment — Gerät defekt? O2-Flasche leer? Schlauch diskonnektiert?
S = Stomach — Magenüberbläung? Zwerchfellhochstand?
Bei jeder Verschlechterung unter Beatmung: Systematisch DOPES durchgehen! Im Zweifel: Vom Gerät trennen und manüll mit Beutel beatmen — schliesst Equipment-Fehler aus.
Beatmung: Das Wichtigste
✅ Kernaussagen
- C-E-Griff ist Basis der Maskenbeatmung, 2-Helfer-Technik bevorzugt
- Tidalvolumen: 6-7 ml/kg, AF 10-12/min, Inspirationszeit 1 Sek.
- NIV/CPAP bei wachen, kooperativen Patienten mit Lungenödem/COPD
- Medumat Standard 2: IPPV, SIMV, CPAP, BiLevel als Modi
- Bei Beatmungsproblemen: DOPES systematisch abarbeiten!
- Im Zweifel: Vom Gerät disconnecten, Beutelbeatmung
Dislokation — Obstruktion — Pneumothorax — Equipment — Stomach
→ Bei JEDER Beatmungsverschlechterung durchgehen!
Der schwierige Atemweg
Erkennen, vorbereiten, handeln
L = Look externally — Äussere Auffälligkeiten? Adipositas, kurzer Hals, Bart, Gesichtstrauma?
E = Evaluate 3-3-2 — 3 Finger Mundöffnung, 3 Finger Kinn-Zungenbein, 2 Finger Zungenbein-Schildknorpel
M = Mallampati — Sichtbarkeit der Rachenhinterwand (Grad I-IV)
O = Obstruction — Atemwegsobstruktion? Stridor? Tumor? Abszess?
N = Neck mobility — HWS-Beweglichkeit eingeschränkt? Stiffneck? Morbus Bechterew?
🔍 Wann daran denken?
- VOR jeder geplanten Atemwegssicherung LEMON evaluieren
- Adipositas (BMI >30) erhöt Schwierigkeit deutlich
- Anatomische Varianten, Verletzungen, Voroperationen
- Frühzeitig Hilfe anfordern (NA, NEF, Klinik vorinformieren)
CICO & Koniotomie
Cannot Intubate, Cannot Oxygenate — die Ultima Ratio
🚨 CICO-Algorithmus
Cannot Intubate, Cannot Oxygenate = lebensbedrohlicher Notfall!
- Indikation: CICO-Situation — Patient kann nicht beatmet, nicht intubiert werden
- Zugang: Ligamentum conicum (zwischen Schild- und Ringknorpel)
- Technik: Skalpell-Bougie-Technik oder kommerzielles Set
- Wichtig: Übung am Modell! Im Notfall keine Zeit zum Nachdenken
🏫 Koniotomie — Landmarken
Schwieriger Atemweg: Zusammenfassung
🎬 Fallsimulation
Szenario: 58-jähriger, adipöser Mann (BMI 38), allergische Reaktion auf Wespenstich. Zunehmende Schwellung im Gesichtsbereich, Stridor, SpO2 fallen auf 82%. GCS 7.
✅ Kernaussagen Modul 5
- LEMON-Kriterien VOR jeder Atemwegssicherung evaluieren
- CICO ist ein seltener, aber lebensbedrohlicher Notfall
- Max. 2 Versuche pro Atemwegshilfsmittel, dann eskalieren
- Koniotomie = Ultima Ratio, nur wenn NICHTS anderes funktioniert
- Lig. conicum = Zugang zwischen Schild- und Ringknorpel
DOPES: Dislokation - Obstruktion - Pneumothorax - Equipment - Stomach
LEMON: Look - Evaluate 3-3-2 - Mallampati - Obstruction - Neck mobility
Güdel: Mundwinkel → Ohrläppchen
Wendl: Nasenspitze → Ohrläppchen
I-Gel: Größe nach Körpergewicht (3/4/5)
A vor B: Immer erst Atemweg sichern!
Teste dein Wissen!
20 Fragen zum Atemwegsmanagement — Viel Erfolg!